Führerschein vergessen – manchmal die klügere Wahl – Zehn Euro oder drei Monate zu Fuß: Die paradoxe Logik des Führerscheins
Es gibt in Deutschland zwei Sorten von Autofahrern: jene, die ohne Navi nicht ausparken können – und jene, die ohne vollständigen Dokumentensatz nicht einmal den Motor starten. Fahrzeugschein? Check. Führerschein? Check. Warnweste, Verbandkasten, Ersatzbirnen-Set (für den Fall, dass irgendwo noch Halogenlicht existiert)? Selbstverständlich. Der deutsche Autofahrer ist nicht nur mobil, er ist organisiert. Man könnte auch sagen: Er ist ein wandelndes Aktenregal mit Verbrennungsmotor. Und doch liegt in dieser Ordnung eine feine, beinahe tragikomische Ironie. Denn ausgerechnet die penible Befolgung…